Szenario-Management für Städte und Gemeinden

Städte und Gemeinden - ebenso wie Landkreise und Regionen - bewegen sich in einem komplexen und unsicheren Umfeld: Weder die in der Zukunft wirksamen Treibergrößen noch deren zukünftige Entwicklung lassen sich exakt vorhersagen. Daher müssen sich Planer und Entscheider in Verwaltungen ebenso wie Politiker und interessierte Bürger mit verschiedenen, möglichen Zukünften auseinandersetzen. Außerdem müssen sie einen Weg finden, wie sie sich einerseits auf kaum beeinflussbare Rahmenbedingungen einstellen und andererseits die Handlungsspielräume ihrer Kommune optimal nutzen.

Das Szenario-Management ist ein Rahmenkonzept, um solche strategischen Entscheidungs- und Orientierungsprozesse zu unterstützen. In einem gemeinsam mit dem Deutschen Städte und Gemeindebund (DStGB) sowie dem GenossenschaftsVerband erstellten Leitfaden werden die wesentlichen Grundlagen vorgestellt. Das methodische Vorgehen wird anhand von Szenarien zur Zukunft ländlicher Räume in Deutschand aufgezeigt. Nach der Darstellung verschiedener, möglicher Nutzungsformen werden mehrere Anwendungsbeispiele dargestellt:

 

Im Rahmen der Sportstätten- und Schulentwicklungsplanung der Stadt Minden wurden zunächst Umfeldszenarien entwickelt, mit denen sich das ostwestfälische Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum auch sich verändernde Rahmenparameter vorbereiten konnte. In einem zweiten Schritt wurden Kommunalszenarien erarbeitet und schließlich zu einer strategischen Stoßrichtung verdichtet.

 

Im Rahmen einer zweitägigen Szenario-Konferenz wurden Handlungsoptionen und alternative Strategiekonzepte für den Landkreis Hameln-Pyrmont erarbeitet, aus denen schließlich ein gemeinsames Leit- und Zielbild abgeleitet werden konnte.

 

Das dritte Anwendungsbeispiel zeigt, wie Bosch Szenarien für das Themenfeld "Smart City" erarbeitet hat - und welche sechs möglichen Zukünfte entstanden sind.