EVIMAR denkt mehrere Zukünfte der maritimen Wirtschaft voraus

Während der vergangenen Jahre wurde der internationale Wettbewerbsdruck auf die europäische maritime Industrie immer stärker.

Aufgrund hoher Subventionen werden inzwischen über 80% aller Schiffe weltweit in Werften in Südkorea und Japan produziert. Dabei spielt dieser Industriezweig nach wie vor eine wichtige Rolle für die ökonomische wie soziale Entwicklung der EU. Somit ist das Verhalten in dieser Branche gekennzeichnet von einem heftigen Konkurrenzkampf, in dem es für die meisten Firmen häufig nur mehr um das pure Überleben geht. In dieser Situation sind daher innovative Lösungen gefragt anstatt sich auf herkömmliche Strategien zu verlassen.

Um Antworten auf die Frage nach solchen neuartigen Lösungsstrategien zu finden, hat die ScMI AG zusammen mit EVIMAR, dem ersten Pan-europäischen „virtuellen” Institut für die maritime Industrie, einen Satz von fünf Zukunftsszenarien erstellt, um plausible Entwicklungswege des europäischen Kurzseeschifffahrtmarktes (ohne Massengüter) zu beschreiben. Diese zeigen fünf mögliche Richtungen an, in welche sich der Markt in den nächsten 10-15 Jahren entwickeln könnte. Die Essenz der Szenarien lautet wie folgt:

Die Szenarien I und II beschreiben zwei mögliche Zukunftsbilder in denen die Kurzseeschifffahrt ihr volles Wachstumspotenzial entfalten wird. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Szenarien liegt in den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen. In Szenario I bewährt sich die Kurzseeschifffahrt in einem vollständig liberalisierten Marktumfeld, während in Szenario II ihr ökonomischer Erfolg primär durch die hohe politische und wirtschaftliche Unterstützung seitens der EU zustande kommt. Im Gegensatz dazu zeigen die Szenarien III und IV zwei Welten in welchen die europäische Kurzseeschifffahrt sehr damit zu kämpfen hat, ökonomisch innerhalb der Transportindustrie zu überleben. Analog zu den beiden vorherigen Szenarien unterscheiden sich die zwei Welten in ihren politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen. Szenario V hält schließlich eine Zukunftsperspektive bereit, die sich zwischen diesen beiden Polen befindet und in welcher die Kurzseeschifffahrt eine deutliche Chance zu expandieren besitzt, diese jedoch aufgrund interner Strukturprobleme selbst gefährdet.

Das „Europäische Virtuelle Maritime Institut” EVIMAR ist das erste Pan-europäische „virtuelle” Dienstleistungsinstitut für eine spezielle Branche und wird dabei von der Europäischen Kommission unterstützt. Seine breite Expertenbasis und hohe geographische Reichweite in Europa ermöglicht die Erarbeitungen von praktischen, ganzheitlichen Lösungen für komplexe wirtschaftliche und technologische Herausforderungen, denen sich die maritime Industrie heute und in Zukunft stellen muss.

Als ein führender Partner von EVIMAR übernimmt die ScMI AG eine zentrale Rolle bei der Organisation und Durchführung der Kopenhagener Konferenz.


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