4. Internationale Konferenz für Szenario-Management

Zum vierten Mal fand vom 30. Juni - 2. Juli 2004 die Internationale Konferenz für Szenario-Management in Paderborn und Bad Lippspringe statt.

Den breiten Teilnehmerkreis aus groß- und mittelständischen Unternehmen der verschiedenen Branchen verband das gemeinsame Interessen an strategischen Zukunftsfragen.

Prof. Dr. Tom Sommerlatte, Chairman von Arthur D. Little, stellte in seinem Eröffnungsvortrag zum Thema „Kreativität besser managen - Mit der Innovations-Scorecard zu mehr Zukunftsfähigkeit” neueste Ansätze zur ganzheitlichen Betrachtung und objektiven Beurteilung der Innovationsstärke von Unternehmen vor. Eine Vielzahl von Beispielen verdeutlichte, dass dies eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen ist, um zukünftige Potenziale zu erschließen.

Zum Auftakt der Fachkonferenz gab Dr. Alexander Fink, Vorstand der ScMI AG, Paderborn einen Überblick zu den methodischen Grundlagen für Entwicklung und Anwendung von Zukunftsszenarien. Dies verdeutlichte er an verschiedenen Anwendungen, die die ScMI AG als einer der Marktführer entwickelt hat. Im Anschluss daran ermöglichte Ute Hélène von Reibnitz den Teilnehmern einen facettenreichen Blick in klassische sowie neue Anwendungsfelder in der strategischen Entscheidungsfindung und ergänzte damit den Rahmen für die anschließenden Beispiele aus der Unternehmenspraxis.

Als Highlight der Konferenz begeisterte Karl Rose, Strategieleiter von Shell International die Teilnehmer mit einem Einblick auf den Einsatz von Szenarien in die strategische Planung von Shell. Ein Beispiel: Mit Hilfe globaler Szenarien bildet Shell alternative Ausprägungen des weltweiten Wirtschaftsleben prägnant ab und kann auf diese Weise grundlegende Veränderungen im Wirtschaftsgefüge erkennbar werden lassen. Denn dieses Wirtschaftsgefüge ist eine wesentliche Rahmenbedingung für den global agierenden Konzern. Und diese Rahmenbedingungen gilt es langfristig zu beobachten. Auf Diskontinuitäten schneller reagieren zu können als der Wettbewerb ist daher auch eins der wesentlichen Ziele, weshalb Szenarien bei Shell auf allen Ebenen zum Einsatz kommen.

Einen spezifischeren Einblick in die Arbeit mit Szenarien gaben die beiden Praxis-Foren am Nachmittag. Die Ausrichtung der Geschäftseinheit „Gynokologie und Andrologie” bei der Schering AG sowie der Einsatz von Szenarien in der Strategieplanung von RWE innogy ermöglichten den Teilnehmern einen detaillierten Einblick in die Entwicklung von Szenarien und deren Nutzung in der Konzern- und Unternehmensentwicklung. Dass Szenarien auch im Mittelstand strategische Prozesse unterstützen können wurde im parallelen Forum am Beispiel der strategischen Entwicklung von HORA, Schloß Holte-Stukenbrock sowie der Unterstützung der Produktionserweiterung nach Rumänien bei der Becker KG, Brakel deutlich.

Eine methodische Vertiefung stand im Mittelpunkt des anschließenden Intensiv-Workshops Szenario-Management. In einer Kombination aus Vorträgen und Übungen konnten die Teilnehmer den Prozess der Szenarioentwicklung anhand eines konkreten Beispiels durchlaufen. In intensiven Diskussionen und mit dem Blick aus verschiedenen Unternehmenspraxen wurde die Methodik von den Teilnehmern durchleuchtet: mit „Aha-Erlebnissen”, neuen Gedankenansätzen und mancherlei Fragestellungen, die weiterverfolgt werden wollen, endete zwar die 4. Internationale Konferenz für Szenario-Management - sicherlich aber nicht die Auseinandersetzung mit der Zukunft.


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