Zukunft sozialer Netzwerke im Internet
Soziale Netzwerke im Internet verzeichnen jedes Jahr höhere Teilnehmerzahlen. So waren Ende 2009 26 Millionen Menschen in Deutschland in Onlinenetzwerken angemeldet,  trotzdem bewegt sich Deutschland damit im weltweiten Vergleich eher im Mittelfeld. Neben steigenden Nutzerzahlen und neuen Geschäftsmodellen steht in diesem Zusammenhang immer wieder die Kritik am Daten- und Verbraucherschutz in Onlinenetzwerken im Fokus des öffentlichen Interesses. Trotzdem nimmt ihre Bedeutung als gesellschaftliches Sprachrohr zu, worauf sich Unternehmen und Politik einstellen sollten.

Die Entwicklung sozialer Netzwerke im Internet ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. So ist die Entwicklung der Anzahl der Netzwerke und ihre Fokussierung auf bestimmte Zielgruppen, der Geschäftsmodelle der Anbieter sowie der Umgang der Online-User mit ihren persönlichen Daten für die Zukunft ungewiss.

Um Antworten auf die offenen Fragen zu finden, wurde in dem Onlinenetzwerk XING innerhalb der Gruppe „Szenario-Technik und strategische Früherkennung“ ein Szenarioprojekt zum Thema „Zukunft sozialer Netzwerke im Internet“ durchgeführt. Es wurden sechs Szenarien erarbeitet, die unterschiedliche Zukünfte aufzeigen: Auf der einen Seite sind ein ansteigender Erfolg der Onlinenetzwerke im privaten und geschäftlichen Bereich denkbar oder eine Fokussierung der Nutzer auf spezialisierte Themennetzwerke oder reine Entertainmentplattformen. Auf der anderen Seite kann es aber auch zu einem Rückgang der Internetnutzung und zu einem steigenden Desinteresse an der virtuellen Welt kommen.

Momentan sind alle Entwicklungsrichtungen denkbar. Eine Bewertung der Szenarien zeigt jedoch eine klare Tendenz in Richtung einer steigenden Bedeutung von Onlinenetzwerke. Auf Grund der Ungewissheit und Komplexität dieses Umfelds müssen Trends und Signale beobachtet werden, um die Entwicklungsrichtung der sozialen Onlinenetzwerke einschätzen zu können. Ihre erfolgreiche Nutzung – sei es durch Unternehmen, Politik oder Gesellschaft – hängt von der richtigen Einschätzung ab.

Den vollständigen Szenariobericht können Sie hier herunterladen. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.