Glossar Q-T
R
Real Time Strategic Change (RTSC)
Real Time Strategic Change (RTSC) ist ein neueres und sehr flexibleres Format der partizipativen Visionsfindung, das zugleich auch für große Gruppen einsetzbar ist.
Reizwortanalyse
Bei der Reizwortanalyse werden Ideen aus zufällig ausgewählten Reizwörtern abgeleitet.
Relevanzbaumanalyse
Die Relevanzbaumanalyse ermöglicht die Zerlegung eines Gesamtthemas in verschiedene Aspekte, die hierarchisch geordnet und so gewichtet werden, dass sich ihre Relevanz für das Gesamtthema einschätzen lässt.
Risikomanagement / Riskmanagement
Beim Risikomanagement werden Gefahren, die sich aus einer Abweichung der realen Entwicklung von einem Plan ergeben könnten, frühzeitig identifiziert, bewertet und in einem Prozess kontinuierlich gehandhabt. Ein Bestandteil sind Frühwarnsysteme. In der Praxis existiert ein sehr breites Spektrum von Anwendungen - vom operativen Riskmanagement im Finanz- und Bankensektor bis zum qualitativen Risikomanagement im Sinne einer strategischen Früherkennung oder Frühaufklärung.
Roadmap / Roadmapping
In einer Roadmap werden Entwicklungsschritte von der Gegenwart in die Zukunft verknüpft und visualisiert. Im Rahmen der strategischen Produktplanung sowie im Technologiemanagement werden solche Roadmaps für Technologien (Technologie-Roadmaps), für Produkte und Services (Produkt-Roadmaps) sowie für Verfahren (Verfahrens-Roadmaps) entwickelt. Daneben gibt es auch branchenweite Industrie-Roadmaps oder politische Roadmaps.
Robuste Strategien
Robuste Strategien bauen in ihrem Kern auf Handlungsoptionen auf, die ideal für mehrere Szenarios sind. Hier gibt es also keine (vollrobuste Strategie) oder nur wenige (teilrobuste Strategie) strategiekritische Szenarios.
S
Scenario Planning / Szenarienplanung
Scenario Planning ist der traditionelle und im angloamerikanischen Raum noch immer gebräuchlichste, deduktive Ansatz zur Entwicklung von Umfeldszenarios. Dabei erfolgt die Szenariobildung auf Basis weniger Strukturmerkmale, so dass das Kriterium der Vollständigkeit in der Regel schlechter erfüllt ist als in der Szenariotechnik.
Sechs-Hüte-Methodik
Bei dieser von de Bono entwickelten Technik werden die Teilnehmer zu jeweils unterschiedlichen Denkarten angeleitet. Dies erfolgt durch sechs unterschiedlich farbige Hüte: Rote Hüte äußern ihre Gefühle; schwarze Hüte äußern sich zu Problemen und Gefahren; grüne Hüte versuchen, kreative Vorschläge einzubringen, weiße Hüte hinterfragen, welche Informationen über die beschriebene Aussage zur Zeit vorliegen; gelbe Hüte nennen die Vorteile, die die beschriebene Aussage haben könnte; blaue Hüte legen die Art und Weise offen, wie man aus der gegenwärtigen Situation zu der beschriebenen Aussage kommt.
Semantische Intuition
Bei der semantischen Intuition geschieht Ähnliches, allerdings bleibt man in dem betrachteten Bezugsbereich und generiert Ideen durch Neu-Kombination von Worten und Teil-Worten.
Sensitivitätsmodell
Dieser Ansatz von Frederic Vester wird zu den biokybernetischen Ansätzen des vernetzten Denkens gerechnet, da hier ganzheitliches Denken mit ökologischem Denken gleichgesetzt wird.
Simulationen
Simulationen oder Trendeinflussanalysen gehen über die reine Fortschreibung bestehender Daten hinaus und beziehen Veränderungsimpulse ein.
Strategieoptionen
Strategieoptionen beschreiben alternativ vorstellbare, langfristige visionäre Strategien eines Unternehmens, eines Geschäftsbereichs oder einer Organisation. Sie bilden eine Verbindung zwischen den klassischen (Umfeld-)Szenarios und den handlungsauslösenden Strategien. Da es sich bei Strategieoptionen ebenfalls um alternative Zukunftsbilder handelt, wird parallel auch von "Strategieszenarien" gesprochen.
Strategie-Roadmap / Strategie-Roadmapping
Beim Strategie-Roadmapping geht es - im Gegensatz zum eher controllingorientierten Ansatz der Balanced Scorecard und der damit verbundenen Strategy Map - um die zeitliche Planung von strategischen Aktivitäten und Elementen. Folglich ist der Zeithorizont länger als bei der Balanced Scorecard, jedoch mit drei bis fünf Jahren kürzer als beim traditionellen Technologie-Roadmapping.
Strategieszenario
Strategieszenarien beschreiben alternativ vorstellbare, langfristige visionäre Strategien eines Unternehmens, eines Geschäftsbereichs oder einer Organisation. Sie bilden eine Verbindung zwischen den klassischen (Umfeld-)Szenarios und den handlungsauslösenden Strategien. Parallel wird auch von "Strategieoptionen" gesprochen.
Strategische Erfolgsposition
Bei Strategischen Erfolgspositionen (SEP) handelt es sich nach Pümpin "um eine in einer Unternehmung durch den Aufbau von wichtigen und dominierenden Fähigkeiten bewusst geschaffene Voraussetzung, die es dieser Unternehmung erlaubt, im Vergleich zur Konkurrenz langfristig überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen."
Strategische Früherkennung
Strategische Früherkennung umfasst die frühzeitige Identifikation von schwachen Signalen aus dem Unternehmensumfeld, die Beobachtung von Kennzahlen und Indikatoren sowie deren Interpretation und Vorausschau.
Strategische Kompetenzen
Unter strategischen Kompetenzen wird im allgemeinen verstanden, auf welche Fähigkeiten es ankommt, um die in einem Leitbild / einer Vision beschriebene Zielsetzung zu erreichen. Es handelt sich dabei nicht um eine bestimmte Einzelfähigkeit, sondern aus einem Bündel von Fähigkeiten, Fertigkeiten, Prozessen und Technologien. Daher können strategische Kompetenzen auch als bewusst entwickelte Kernkompetenzen verstanden werden.
Strategische Navigation
Unter strategischer Navigation verstehen wir die flexible Verknüpfung von strategischer Unternehmens- und Geschäftsplanung, Business Development, strategischer Organisationsausrichtung, Produkt- und Technologiemanagement sowie Logistik und Wertkettenmanagement.
Strategische Vorausschau
Unter strategischer Vorausschau verstehen wir die Verknüpfung von strategischer Früherkennung und strategischer Planung durch den Einsatz von Szenarien. Es umfasst sowohl ein Szenario-Monitoring im Sinne eines strategischen Umfeld-Controllings als auch ein Trend- und Issue-Management.
Synektik
Die von William Gordon entwickelte Synektik folgt dem Grundsatz "Mache dir das Fremde vertraut und entfremde das Vertraute". Dabei erfolgt nach einer Problemanalyse die Verfremdung der ursprünglichen Problemstellung durch Bildung von Analogien, aus denen neue und überraschende Lösungsansätze entwickelt werden.
System Dynamics
Dieser Ansatz wurde in den Sechzigerjahren von Jay Forrester entwickelt und für Unternehmen ("Industrial Dynamics"), Städte ("Urban Dynamics") sowie weltweite Problemstellungen ("World Dynamics") zugeschnitten.
Szenario
Ein Szenario beschreibt eine von mehreren denkbaren Zukünften komplexer Systeme, die auf der Verknüpfung einer Vielzahl denkbarer und konsistenter Einzelentwicklungen beruht.
Szenariofeld
Das Szenariofeld beschreibt den Bereich, dessen mögliche Zukunftsentwicklungen in Form von Szenarien beschrieben werden.
Szenario-Management TM
Szenario-Management TM umfasst die systematische Entwicklung und Anwendung von Szenarien zur Identifikation und Erschließung von Erfolgs- und Nutzenpotenzialen.
Szenario-Monitoring
Szenario-Monitoring umfasst die kontinuierliche Beobachtung des Szenariofeldes und den regelmäßigen Abgleich dabei erkannter Trends mit zuvor entwickelten Szenarien.
Szenario-Technik / Szenariotechnik
Unter Szenariotechnik wird der induktive Weg der Szenarioentwicklung verstanden, bei dem die einzelnen Szenarios als Kombination der Entwicklungsalternativen von Schlüsselfaktoren systematisch erstellt werden.
T
Trendblüte
Die Trendblüte ist ein Verfahren, das die ScMI AG in mehreren Trendprozessen erfolgreich eingesetzt hat, um innerhalb kurzer Zeit neue Ideen zum Umgang mit der Zukunft zu identifizieren.
Trendforschung / Trend-Management
Im Rahmen der Trendforschung beziehungsweise des Trend-Managements geht es darum, relevante Umfeldtrends zu identifizieren und zu bewerten, um darauf aufbauend geeignete Maßnahmen zu ihrer Handhabung sowie ihrer weiteren Beobachtung zu ergreifen.
Trendlandschaft
Trendlandschaften oder Trend-Cluster ergeben sich durch die Verknüpfung von ähnlichen, thematisch nahen oder konsistenten Trends. Sie können daher als optionaler Bestandteil eines Trend-Management verstanden werden.
Trends
Die Zusammenfassung einzelner Moden oder Effekte führt zu den eigentlichen Trends. Je nach Tätigkeitsfeld wird hier auch von "Konsumententrends" gesprochen.
Trend-Szenarien
Trend-Szenarien sind Szenarien, die die erwartete Veränderungsrichtung darstellen. Sie können sich aus einer Szenariobewertung ergeben oder als einzelnes Zukunftsbild entworfen werden.

