Die Zukunft der heimischen Möbelindustrie 2025

Im Rahmen eines Verbundprojektes hat der Verband der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen – gemeinsam mit Hettich, Technocell Dekor, Egger und JAB Anstoetz – sechs Szenarien zur Zukunft der heimischen Möbelindustrie entwickelt.

Was wäre eine Wohnung oder ein Haus ohne Möbel? Die Antwort auf diese Frage ist ebenso kurz wie schlicht: „leer". Möbel begleiten uns ein Leben lang, von der Kindheit bis ins hohe Alter, sowohl privat wie auch beruflich. Möbel gab und wird es immer geben, soviel ist klar. Wie jedoch könnte die Zukunft unserer heimischen Möbelindustrie aussehen?

Aspekte wie z.B. Konsolidierung der Branche, Preiskampf in der Möbelindustrie, ein möglicher Vormarsch von Möbeldiscountern, eine Verbraucher-Fokussierung auf Möbel als rein funktionale Gebrauchsgegenstände, Qualitätsmerkmale wie „Made in Germany" oder aber auch Möbel als Luxus- und Lifestyle-Güter sind dabei relevant. Wo stehen wir heute und welche Entwicklungen sind denkbar? Um diese Themen zu erörtern hat die ScMI AG im Auftrag der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. sechs Szenarien erarbeitet und in einer Szenario-Studie veröffentlicht. Darin wurden sechs unterschiedliche Zukunftsbilder abgeleitet:

Lokale Möbel als Objekt der Begierde (Szenario 1)
Die Möbelindustrie versteht es, auf die veränderten Kundenbedürfnisse wie Markenbewusstsein und Individualität zu reagieren, indem sie auch hoch differenzierte Produktportfolios automatisiert.
Möbel und Services als Lifestyle (Szenario 2)
Die Möbelindustrie begegnet positiver, vielfältiger Marktnachfrage mit kreativen, rationalisierten und umweltfreundlichen Alternativen.
Der Schein trügt (Szenario 4)
Die Möbelindustrie verlagert die Herstellung bei geringer Automatisierung und Spezialisierung. Kaufkräftige Kunden verlangen funktionale Möbel und verzichten auf emotionale Entscheidungen oder Services.
Siegeszug der Discounter (Szenario 5a)
Die Möbelindustrie muss sich den gegebenen Marktbedingungen anpassen, besitzt jedoch noch Handlungsoptionen in Richtung Services. Möbel sind für Kunden unbedeutende funktionalgehaltene Massenware.
Möbelindustrie im Preiskampf (Szenario 5b)
Die Möbelindustrie konsolidiert, verlagert und versucht durch Innovationen zu retten, was zu retten ist. Möbel als billige Massenartikel.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie, an der sich mehrere Branchenunternehmen inhaltlich beteiligt haben, bieten wir Ihnen hier zum kostenfreien Download an.