Boom individueller Fernreisen. Die globale Mobilität erreicht neue Höchststände: Dabei lässt eine nachhaltig positive Weltwirtschaft sowie die intelligente Nutzung digitaler Innovationen die Welt zum „globalen Dorf“ zusammenwachsen. Deutschland verzeichnet ein breites Wachstum und „Wohlstandszuwächse für alle“. Durch die stabile globale Sicherheitslage bestärkt, nutzen die Menschen ihre guten Einkommen für häufige und individuelle Fernreisen. Im Gegenzug kommen zahlreiche ausländische Touristen nach Deutschland, so dass sich die Struktur der Deutschland-Touristen massiv internationalisiert. Allerdings konzentriert sich das Wachstum des Tourismus-Standortes Deutschland so auf wenige Hotspots wie die großen Städte oder die klassischen Urlaubsregionen. Die Reisebranche wird von einem intensiven Wettbewerb um die globale Kundschaft geprägt.

Deutschland gehen die Touristen aus. Globalisierung und Digitalisierung haben die Welt massiv beschleunigt. Davon profitieren fast alle Regionen der Welt, so dass sich die globale Sicherheitslage entspannt hat. Auch in Deutschland verzeichnen breite Teile der Gesellschaft Wohlstandszuwächse, so dass – verbunden mit mehr Freizeit – nicht nur das Fernweh zunimmt, sondern auch die Möglichkeiten für Fernreisen nach Europa und Übersee. Lediglich die deutschen Touristik-Destinationen können in diesem Wettbewerb nicht Schritt halten: Ihre Angebote sind nicht nur für Deutsche, sondern auch für ausländische Gäste wenig attraktiv. So macht die Reisebranche einen Bogen um die hiesigen Urlaubsregionen und konzentriert sich auf Fernreiseangebote.

Aktive Freizeit und digitale Erlebnisse ersetzen die Urlaubsreise. Viele Schwellenländer nutzen die Chancen der globalen Digitalisierung und holen wirtschaftlich stark auf – und im Sog dieser Entwicklung wächst die deutsche Wirtschaft moderat mit. Die breite Digitalisierung revolutioniert die Arbeitswelt und lässt die Grenzen zur Freizeit immer weiter verschwimmen. Dabei schwinden nicht nur die Möglichkeiten für längere Urlaubsreisen, sondern viele Menschen verlieren gänzlich das Interesse am aufwendigen Reisen. Virtuelle Erlebnisse sowie schnelle Kicks bei Freizeitaktivitäten im regionalen Umfeld ersetzen den klassischen Urlaub. So ist die gesamte Reisebranche in einem massiven Umbruch, von dem vor allem Anbieter von Freizeitaktivitäten, aber auch neue Geschäftsmodelle profitieren, während klassische Akteure vom Hotelgewerbe über Vermittler und Reisebüros bis zu Reiseveranstaltern harten Zeiten entgegenblicken.

Rückzug ins eigene Quartier führt zum Einbruch der Reisebranche. In einem re-nationalisierten Umfeld haben sich die ökonomischen Perspektiven für die meisten Länder verschlechtert – und auch Deutschland verzeichnet eine insgesamt schwache Einkommensentwicklung. Verbunden damit sind vielfältige geopolitische und soziale Konflikte, die zu erheblichen Sicherheitsproblemen führen – in Übersee ebenso wie in Europa und Deutschland. So verlieren die härter und länger arbeitenden Menschen generell die Lust am Verreisen, bleiben zu Hause und konzentrieren sich bei ihren Freizeitaktivitäten auf ihr näheres Umfeld. Da dieser Trend global Gültigkeit hat, bleiben auch ausländische Gäste aus. Der Reisemarkt bricht ein, Akteure ziehen sich zurück oder geben auf – und Innovationen versanden.

Heimat wird neu entdeckt. Die Globalisierung ist ins Stocken geraten – und vielfach sogar rückläufig. Mit der Begrenzung der Mobilität von Personen und Gütern ist auch eine gedankliche Eingrenzung verbunden: Die Menschen besinnen sich auf ihre eigenen Traditionen. Daher ist ihnen auch nicht mehr nach Urlaubsreisen in ferne Länder – dafür fehlt ihnen nicht nur Zeit, Geld und Vertrauen in die Sicherheit am Reiseziel, sondern vor allem der Drang in die Ferne. Stattdessen beginnen die Menschen, ihre Heimat individuell und mit einem Fokus auf Kultur und Authentizität neu zu entdecken. Im Mittelpunkt der Reisebranche stehen direkte und persönliche Kundenkontakte, die durchaus digital unterstützt werden können.

Deutschland als neuer, sicherer Reise-Hotspot. Während aufstrebende Regionen, insbesondere in Asien, im globalen Wettbewerb aufholen, vertieft sich die Spaltung innerhalb der Gesellschaft. Bei gleichzeitig verschlechterter  globaler Sicherheitslage vergeht den Deutschen das Fernweh und sie reisen verstärkt im eigenen Land oder angrenzenden Regionen. Gleichzeitig zieht der gut ausgebaute und sichere Tourismusstandort Deutschland immer mehr ausländische Pauschal- und Individualreisende an. Dabei verzeichnet die Reisebranche erhebliche Veränderungen – von starker Konzentration bis hin zum Auftreten neuer, teilweise semi-professioneller Anbieter für Vermittlung, Beherbergung oder Mobilitätleistungen.

Boom des Pauschaltourismus mit Fokus Europa. Die Welt ist unsicherer geworden: ehemalige Wachstumsmärkte stagnieren und Konflikte nehmen zu. Gleichzeitig kann Deutschland seine Wettbewerbsposition erhalten – und damit fast allen die Möglichkeit zu vielfältigen Urlaubsreisen. Dabei sehen viele Deutsche die globale Sicherheitslage zunehmend kritisch und verbringen ihren Erholungsurlaub entweder zu Hause oder in den klassischen Urlaubsregionen am Mittelmeer. Die Reisebranche verzeichnet ihr Wachstum vor allem über Pauschalreisen. Dabei dominieren globale Reiseanbieter die komplette Wertkette, insbesondere die von ihnen abhängigen Reisevermittler und Plattformen.

Breites Wachstum der globalen Reisebranche. In einer prosperierenden Welt mit breiten Wohlstandszuwächsen und massiver Digitalisierung verliert das Arbeitsleben an Relevanz: Die Menschen haben immer mehr Freizeit, die sie in der global vernetzten Welt für vielfältige Urlaubsreisen nutzen. Dabei verzeichnet die Reisebranche ein breites Wachstum in allen Segmenten – im Binnen- und Ferntourismus ebenso wie bei Pauschal- und Individual-reisen. Der Tourismusstandort Deutschland wird auch für ausländische Gäste immer attraktiver. In der Reisebranche kommt es zu einem intensiven Wettbewerb verschiedener Akteure in der Wertkette – insbesondere um den Zugang zu den digital vernetzten Kunden.

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