Hinzu kommen noch narrative Szenarien, die allerdings nicht immer mehrere Alternativen darstellen und insofern auch als „unechte Szenarien“ bezeichnet werden. Ihre Stärke liegt vor allem darin, vernetzte Zukunftssituationen plausibel darzustellen, so dass daraus Konsequenzen abgeleitet werden können.

Cross-Impact-Szenarien gehen beim Instrumenteneinsatz nochmals weiter und berechnen für die Szenarien konkrete Eintrittswahrscheinlichkeiten. Dies gelingt allerdings nur bei einem enger definierten Betrachtungsbereich – ähnlich wie bei Simulationen.

Komplexe Szenarien gehen noch einen Schritt weiter und beziehen so viele Faktoren und Wirkbeziehungen ein, dass eine einfache Vorab-Festlegung von Szenario-Themen nicht mehr möglich ist. Daher werden im kontinentaleuropäischen Ansatz der Szenariotechnik Instrumente wie Vernetzungs- und Konsistenzanalysen eingesetzt, um eine „Landkarte der Zukunft“ zu erzeugen.

Morphologische Szenarien beziehen mehr Faktoren und qualitative Entwicklungsalternativen ein, wobei ihre Konstruktion in der Regel auf einem im Dialog entwickelten Szenario-Rahmen beruht. Diese Ansätze finden sich vor allem in dem im anglo-amerikanischen Sprachraum geläufigen Scenario Planning. Ihre Stärke liegt in der intuitiven Szenario-Bildung – ihre Schwäche ist vielfach die Ausblendung von Vernetzung und damit die zu starke Fokussierung auf Bestehendes.

Einfache Szenarien liegen dort vor, wo nur wenige Faktoren zur Konstruktion oder Beschreibung der Zukunftsbilder verwendet werden. Dies ist bei klassischen Best Case/Worst Case-Betrachtungen ebenso der Fall wie dort, wo Szenarien nach eine festen Schema („Das Positive“, „Das Negative“, „Das Wahrscheinliche“, etc.) entwickelt werden. Solche Szenarien weisen häufig enge Beziehungen zu Megatrends auf.

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