Hoher Zukunftsoptimismus und Individualismus prägen trotz zunehmender Spaltung die schnelllebige Gesellschaft in Deutschland. Eliten schöpfen den Großteil des Wohlstands ab; umfangreiche Konsummöglichkeiten kompensieren die geringe Teilhabe und Bildungsmöglichkeiten für breite Bevölkerungsgruppen. Traditionell repräsentative politische Entscheidungsstrukturen überlassen soziale Risikoabsicherung zunehmend privater Vorsorge. Innovationen in Richtung Nachhaltigkeit zahlen sich nicht aus und es dominieren weiterhin traditionelle Industrieansätze. Im globalen Umfeld bestehen schwache supranationale Institutionen – geopolitische Entscheidungen werden primär auf Basis der Kooperation souveräner Nationalstaaten getroffen. Globales Wachstum findet in Industrie- und sich entwickelnden Staaten auf Basis vernetzten Handels und stärker regulierter Kapital- und Finanzmärkte statt. Globaler Verlierer ist der internationale Umweltschutz, der zugunsten des schnellen Konsums vernachlässigt wird.

Existenzängste und soziale Konflikte prägen eine individualisierte und materiell orientierte Gesellschaft in Deutschland. Prestigegetriebener Konsumdruck in wirtschaftlich kritischem Umfeld. Begrenzte öffentliche Mittel schränken Entscheidungsspielräume ein und der Staat zieht sich gezwungenermaßen aus vielen Aufgabenfeldern zurück. Im globalen Umfeld haben multinationale und kurzfristig orientierte Unternehmen und Kapitalmärkte eine starke Position gegenüber sehr heterogenen nationalen und globalen politischen Strukturen. Ressourcenverknappung und sich verstärkende Unterschiede zwischen den Georegionen führen zu angespannter globalpolitischer Lage. Umwelt- und Klimaschutzdiskussionen spielen global und national keine Rolle und führen zu desolaten Umweltzuständen.

Beschleunigung und Fremdbestimmung prägen den Alltag der zunehmend gespaltenen Gesellschaft in Deutschland. Die Kaufkraft sinkt und es verbreitet sich eine pessimistische Zukunftssicht bei Dominanz kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen. Der Fokus auf Aufrechterhaltung der sozialen Sicherungssysteme führt zu geringem Spielraum der öffentlichen Hand. Im globalen Umfeld herrscht ein scharfer, kurzfristiger Standortwettbewerb, durch den nachhaltige Innovationen massiv ausgebremst werden. Die Industriestaaten verteidigen ihre „Wohlstandsinseln” durch regulative Schutzwälle, so dass sich die globalen Machtverhältnisse zementieren. Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen haben global eine geringe Bedeutung.

Starker Gemeinsinn, hohe Eigenverantwortung und ein selbstbestimmter, entschleunigter Lebensstil prägen die deutsche Gesellschaft. Bewusste Einschränkungen des privaten Konsums fördern eine service- und lösungsorientierte Kreislaufwirtschaft. Selbstverwaltung jenseits heutiger Strukturen und leistungsfähige soziale Sicherungssysteme ermöglichen ein Schließen der Wohlstandsschere trotz sinkenden Wirtschaftswachstums. Im globalen Umfeld kommt es zu einer politischen Abschottung als Antwort auf die Periode deregulierter Globalisierung – Nationalstaaten streben nach bilateraler Durchsetzung ihrer individuellen Standpunkte. Die regionale Spaltung in hochregulierte Wirtschaftsräume und ein insgesamt geringer technischer Fortschritt zementieren globale Wohlstandsdifferenzen. Trotz hohen globalen Umweltbewusstseins ist die Umsetzung globalen Umweltschutzes unsicher.

Zukunftsoptimismus und Gemeinsinn sind die Basis einer offenen Wissensgesellschaft. Hohe Eigenverantwortung und Selbstbestimmung ermöglichen die geringe Regulierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Langfristig denkende und verantwortungsbewusste Unternehmen treiben durch massive Effizienzsteigerungen die Innovationsdynamik im Bereich Nachhaltigkeit. Im globalen Umfeld dominieren kooperative, nationenübergreifende Entscheidungsprozesse. Wenig regulierte, international vernetzte Wirtschaftskreisläufe ermöglichen globale Angleichung der Wohlstandsniveaus. Eine globale Verankerung von Nachhhaltigkeitsprinzipien im Wirtschaftsleben sowie die wirkungsvolle Umsetzung ambitionierter Umweltziele führen zu spürbaren Verbesserungen der Umweltsituation.

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