Szenarien zur österreichischen Sicherheitspolitik

Die Direktion für Sicherheitspolitik ist das sicherheits- und verteidigungspolitische Beratungsorgan des Österreichischen Bundesministers für Landesverteidigung und Sport, des Generalstabschefs des Bundesheeres und anderer Dienststellen des Ministeriums. Die Direktion für Sicherheitspolitik betreut die Angelegenheiten des Nationalen Sicherheitsrates sowie die Mitwirkung des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport an der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge. Der Leiter der Direktion für Sicherheitspolitik ist als »Verteidigungspolitischer Direktor« Berater des Bundesministers mit unmittelbarem Vortrags- und Vorschlagsrecht zu sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen, beratendes Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat und Mitglied im Rat für Fragen der österreichischen Integrations- und Außenpolitik.

Im Sommer 2011 erhielt die Direktion für Sicherheitspolitik vom Chefs des österreichischen Generalstabes die Aufgabe, unter Einbindung aller relevanten Ressortdienststellen die unterschiedlichen verteidigungspolitischen Handlungsoptionen des Bundesheeres aufzuzeigen. Dabei wurde schnell deutlich, dass es signifikante Unsicherheiten sowohl bezüglich der Umfeldentwicklungen als auch bezüglich der eigenen Handlungsmöglichkeiten gibt. Daher wurde mit dem Szenario-ManagementTM ein Ansatz zur strategischen Weiterentwicklung gewählt, der solche Ungewissheiten einbezieht. Dabei wurden drei Projektphasen durchlaufen:

 

Entwicklung von Profilvarianten (Phase 1)

 

Entwicklung von Umfeldszenarien (Phase 2)

 

Bewertung der Profilvarianten (Phase 3)

 

Nachdem der Prozess der Entwicklung und Bewertung verteidigungspolitischer Profilvarianten erfolgreich durchlaufen wurde, wird über die Implementierung eines kontinuierlichen strategischen Managementprozesses beraten. Dazu liegt ein Modell vor. Eine weitergehende Projektbeschreibung finden Sie hier.

 Die Gesellschaft im demografischen Wandel – Unser Sozialstaat im Jahr 2030

Die Zukunft des Sozialstaates ist auch in Deutschland eines der zentralen gesellschaftlichen Themen. Seit geraumer Zeit wird darüber diskutiert und nachgedacht – und zwar im engeren politischen Diskurs ebenso wie im akademischen Bereich und in einer breiteren politischen Öffentlichkeit. Um der Frage nach der Existenz sowie der Gestalt einer gesellschaftlich und politisch konsensfähigen Vorstellung über die Zukunft des Sozialstaates näher zu kommen, haben im Juni 2004 die Bertelsmann-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Ludwig Erhard Stiftung mehr als 30 junge Politiker aus Bundestag und Länderparlamenten sowie sonstige jüngere Entscheidungsvorbereiter zu einer gemeinsam veranstalteten Szenario-Konferenz nach Dresden eingeladen.

Ziel der Szenario-Konferenz „Junge Politik für eine alternde Gesellschaft – Unser Sozialstaat im Jahr 2030“ war es, parteiübergreifend ein für alle Teilnehmer zustimmungsfähiges Zukunftsbild zu entwerfen, wie unser Sozialstaat im Jahr 2030 aussehen könnte und sollte. Als Werkzeug und Methode für die Erarbeitung und Strukturierung eines derartigen Bildes über die Zukunft unseres Sozialstaates wurde dabei die Methode des Szenario-Management eingesetzt. Dabei wurden 19 Schlüsselfaktoren identifiziert und durch jeweils vier denkbare Entwicklungsverläufe vorausgedacht. Durch die Kombination dieser Zukunftsprojektionen entstanden insgesamt sechs Szenarien:

 
  • Die überforderte Gesellschaft in der Abwärtsspirale (Szenario 1)
  • Der dynamische Wohlfahrtsstaat als sicherer Hafen (Szenario 2)
  • Die dynamisch-nachhaltige Bürgergesellschaft (Szenario 3)
  • Der schwache Staat mit starken Unternehmen und starkem Familienbezug (Szenario 4)
  • Die Vernissage-Gesellschaft (Szenario 5)
  • Die behäbige Jetzt-Gesellschaft (Szenario 6)
 

Diese sechs Szenarien spannen den Möglichkeitsraum auf, der in einem Zukunftsraum-Mapping visualisiert wurde. Auf der Konferenz haben die Teilnehmer die Szenarien bewertet, wobei der heutige Sozialstaat zwischen Szenario 1 und 2 verortet wurde – allerdings mit einer deutlichen Tendenz zu Szenario 1. Mit Blick auf die Entwicklungsdynamik hofften die Optimisten dabei, dass die zukünftige Entwicklung den heutigen Sozialstaat in Richtung eines dynamischen Wohlfahrtsstaates stabilisiert, während die Pessimisten ein weiteres Abrutschen des deutschen Sozialmodells in Richtung einer permanenten Überforderung und einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale befürchten.

 

Erwartet wurde von der Mehrheit der Konferenzteilnehmer eine Entwicklung in Richtung von mehr Eigenverantwortung und weniger Staat. Das dokumentiert sich darin, dass der Trendpfeil als wahrscheinlichstes Szenario die Vernissage-Gesellschaft (Szenario 5) identifiziert, in der die Zunahme individueller Freiheit zu einer Gesellschaft vergreisender Egoisten führt, deren langfristige Prosperität und Stabilität durch die unbewältigte demografische Herausforderung gefährdet ist.

 

Dennoch – und das wird man als das vielleicht bemerkenswerteste Konferenzergebnis bezeichnen dürfen – waren sich die Konferenzteilnehmer in der Frage nach der wünschbaren Zukunft des Sozialstaates sehr einig: Die dynamische Bürgergesellschaft spiegelt übergreifend das Wunschbild des deutschen Sozialstaates im Jahr 2030 wider. Um die Beschaffenheit und Charakteristika der in großem Konsens wünschbaren Zukunft einer dynamisch-nachhaltigen Bürgergesellschaft als sozialpolitisches Leitbild näher auszuleuchten sowie den politischen Weg dorthin zu skizzieren, wurden von den Konferenzteilnehmern anschließend die vier Themenfelder Soziale Sicherung, Wirtschaft und Finanzen, Bildung und Innovation sowie Zukunft der Kommunen analysiert.

 

Weitere Informationen zu den Ergebnisses der Szenario-Konferenzen finden Sie in Avenarius, Moritz / Hackenberg, Helga / Vehrkamp, Robert B. / Witte, Kirsten: Der Sozialstaat im demographischen Wandel - Ergebnisse einer Szenario-Konferenz zur Zukunft des Sozialstaates in: Stephan A. Jansen, Birger P. Priddat, Nico Stehr (Hrsg.):Demographie - Bewegungen einer Gesellschaft im Ruhestand; VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN, November 2005, S. 145-184

Visionen im Handelsmarketing

Als methodischer Begleiter hat die ScMI AG das EHI Retail Institute bei einem branchenübergreifenden Szenarioprojekt unterstützt. In Zusammenarbeit mit Vertretern des Handels, der Markenartikelindustrie, der Medien sowie der IT- und Werbebranche wurden Visionen für das Handelsmarketing im Jahr 2015 entwickelt.

 

Als grundlegende Frage stand hinter dem Projekt: Wie kann der Handel auch zukünftig in der zunehmend komplexer werdenden Welt der Medien, des immer weniger kalkulierbaren Verbraucherverhaltens und des zunehmenden Technologieeinflusses die richtigen Entscheidungen für die Kommunikation mit dem Kunden treffen? Ziel des Projektes war es nun alternative Zukunftsbilder des Handelsmarketings und des relevanten Umfelds des Handels im Jahr 2015 zu entwickeln. Die Szenarien sollen Orientierung und Transparenz im Hinblick auf den richtigen Mediamix der Zukunft geben.

 

Das Ergebnis sind fünf Szenarien, welche das Handelsmarketing im Jahr 2015 beschreiben:

  • Szenario I: Billig? Will ich – Sparen kommt von spartanisch. Genau so informiert sich der Kundenkreis
  • Szenario II: Da können Sie was erleben – Über alle Kanäle wird die Konsumlust geweckt. Die tatsächliche Verführung geschieht am POS
  • Szenario III: Smarte würden Schnäppchen kaufen – Der Smart-Shopper erhält eine Fülle von Informationen, die durch die komplette Vernetzung der Medien direkt an den Kunden gelangt
  • Szenario IV: Alles außer gewöhnlich – Maßgeschneiderte Produkte werden mit maßgeschneiderter Kommunikation verkauft
  • Szenario V: Da weiß man, was man hat – Was Verbraucher und Handel verbindet, sind gemeinsame Werte. Gekauft wird dort, wo man sich zuhause fühlt

Sportentwicklung im Umfeld des schulischen Strukturwandels

Die Stadt Minden ist am Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal im Regierungsbezirk Detmold gelegen und blickt auf eine jahrhundertlange Geschichte zurück. Die Stadt ist heute mit ca. 83.000 Einwohnern Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des Kreises Minden-Lübbecke.

Der Breiten- und Leistungssport hat für die Stadt Minden eine hohe Priorität, was sich unter anderem darin ausdrückt, dass die Sportentwicklung als strategisches Ziel der Stadt festgeschrieben wurde. Im Rahmen des Vorhabens „Steuerung kommunaler Sportstättenbedarfe und Bewegungsgelegenheiten für Kinder und Jugendliche unter der Rahmenbedingung schulischer Ganztagsbetriebe“ wurden zunächst fünf Umfeldszenarien entwickelt, die mögliche Rahmenbedingungen für die städtische Sportpolitik skizzieren:

Sport verliert als Freizeitaktivität in positivem Umfeld an Bedeutung (Szenario 1)
Positives wirtschaftliches Umfeld Hohe Individualisierung bei geringer Sport- und Gesundheitsorientierung Geringe Vielfalt der Sportarten Geringer Stellenwert von Vereinen in wirtschaftlich kritischem Umfeld Vorhandene Möglichkeiten für selbstorganisierten Sport (attraktive Bewegungsgelegenheiten) liegen brach Rückgang des klassischen Schulsports Sport wird von neuen / nicht-organisierten Akteuren in einer nachhaltigen Kommunalpolitik unterstützt – aber mit wenig Resonanz.
Sport wird außerhalb von Vereinen betrieben
Positives wirtschaftliches Umfeld Starke Sport- und Gesundheitsorientierung bei hoher Individualisierung Innovative Individualsportarten lösen traditionelle Sportarten ab Hoher Aktivitätsgrad im selbstorganisierten Sport – Sport wird außerhalb von Vereinen betrieben Hohe Nutzung der vielfältigen Bewegungsgelegenheiten Sport profitiert von neuen / nicht-organisierten Akteuren in einer nachhaltigen Kommunalpolitik
Boom des Vereinssports
Positives wirtschaftliches Umfeld Starke Sport- und Gesundheitsorientierung Breites Spektrum traditioneller Sportarten Hoher Stellenwert des Vereinssports in wirtschaftlich positivem Umfeld Steigende Mitgliederzahlen der Sportvereine in Minden bei idealen Standortbedingungen für ein vielfältiges Angebot Hoher Aktivitätsgrad im selbstorganisierten Sport – Sport wird zudem auch außerhalb von Vereinen betrieben Hohe Pflichtigkeit des Ganztagesansatzes bei Ergänzung/Umbau des klassischen Schulsports durch unterrichtsfernen Sport Kein Widerspruch zwischen hohem Umweltschutz und Sport
Bedeutungszunahme von Sportvereinen in kritischem Umfeld
Geringer Individualisierungsgrad Traditionelle Sportarten überwiegen Bedeutungszunahme von Vereinen in wirtschaftlich schwierigem Umfeld Hohes (traditionelles) ehrenamtliches Engagement in Mindener Sportvereinen Autonome Sportvereine decken hohen Finanzbedarf eigenwirtschaftlich Negatives Wanderungssaldo führt zu insgesamt geringerem Bildungsniveau in Minden Traditionelle, an kurzfristigen Ergebnissen orientierten Kommunalpolitik
Existenz vieler Sportvereine ist bedroht
Hoher Individualisierungsgrad Geringe Vielfalt traditioneller Sportarten Schwieriger Zugang zu selbstorganisiertem Sport in Minden Geringer Stellenwert des Vereinssports in wirtschaftlich negativem Umfeld Sinkende Mitgliederzahlen der Sportvereine in Minden bei Fokussierung auf spezifischen Angebote und ungünstigen Standortbedingungen Geringes (traditionelles) ehrenamtliches Engagement in Mindener Sportvereinen Negatives Wanderungssaldo führt zu insgesamt geringerem Bildungsniveau in Minden Traditionelle, an kurzfristigen Ergebnissen orientierten Kommunalpolitik Umweltauflagen werden zunehmend als Belastung des Sports empfunden

Mit Strategieszenarien den eigenen Handlungsraum ausgeleuchtet

In einem zweiten Schritt wurden die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Form kommunaler Strategieszenarien aufbereitet. Dabei erfolgte bewusst keine Verengung auf wahrscheinlich umsetzbare oder grundsätzliche wünschenswerte Handlungsoptionen. Ausgangspunkt für die Szenariobildung war – ähnlich wie bei der Entwicklung der Umfeldszenarien – eine Konsistenzbewertung. Dafür wurden die Zukunftsoptionen der zentralen Schlüsselelemente zu Kernszenarien verknüpft und schließlich auf einem Workshop weiterentwickelt. Dabei konnte auch die gegenwärtige Situation sowie die gegenwärtig verfolgte Strategie beschrieben werden. Als Ergebnis lag dann neben den einzelnen Strategiealternativen auch eine Visualisierung des Möglichkeitsraums in Form einer „Strategie-Landkarte“ vor.

Schließlich wurden die vorliegenden Umfeldszenarien mit den erarbeiteten kommunalen Strategieszenarien kombiniert und in einer Zukunftsmatrix gegenübergestellt. So konnten verschiedene Fragen aufgegriffen werden: Welche Strategien passen für die erwarteten Umfelder? Welches sind Strategien für gewünschte Umfelder? Welche Strategien passen für die kritischen Umfelder?

Leitbild für Sportstätten und Bewegungsgelegenheiten

Aus der Zukunftsmatrix konnte abgeleitet werden, dass das kommunale Strategieszenario J „Bündnis für Sport und Wandel“ langfristig günstige Voraussetzungen für verschiedenste Umfeldszenarien bietet. In einem weiteren Arbeitsschritt erarbeitete das Strategieteam aus dieser Strategiealternative ein visionäres Leitbild, dass die gesamte Sportentwicklungsplanung in fünf Kernideen bündelte:

Sport ist Gesellschaft.
Minden versteht den Sport als wichtigen Bestandteil des Lebens seiner Bürgerinnen und Bürger. Sportentwicklung ist eine Aufgabe, zu deren Bewältigung sich die Stadt, die Vereine, die Schulen, die Unternehmen und weitere gesellschaftliche Gruppen gemeinsam engagieren. Dabei geht es nicht allein um sportliche Erfolge, sondern vor allem um die Erschließung der vielfältigen positiven Wirkungen des Sports auf die gesellschaftliche Entwicklung in unserer Stadt. Die Förderung von ehrenamtlichem Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Sportentwicklung.
Sport ist (in) Bewegung.
Der Sport in Minden steht für Erfolg im Wettkampf – und für mehr als das. Er beinhaltet erfolgreichen Leistungssport und aktiven Breitensport für so viele Mindenerinnen und Mindener wie möglich. Er beinhaltet die Pflege traditioneller Sportarten ebenso wie die Ausübung neuer Sportarten und die Nutzung der vielfältigen Bewegungsgelegenheiten in und um unsere Stadt. Dies bedeutet auch, dass wir Vereine und Strukturen benötigen, die den Wandel des Sportumfeldes professionell gestalten können.
Sport ist ein Standort-Plus.
Minden hat ein klares Sportprofil, in dessen Mittelpunkt Handball und Wassersport – aber auch die Vielfalt sportlicher Aktivitäten stehen. Die Politik sieht im Sport einen wichtigen Image- und Standortfaktor – ebenso wie die heimischen Unternehmen, die mit ihrem vielfältigen Engagement zur Weiterentwicklung des Sportstandorts Minden beitragen.
Sport braucht Perspektive.
Der Sport in Minden profitiert davon, dass alle Beteiligten langfristige Erfolge über kurzfristige Kompromisse setzen: Eine geringe Auslastung von Sportstätten führt nicht automatisch zu Schließungen, sondern zur Offenheit für neue Konzepte. Investitionen erfolgen in multifunktionale und aus gesamtstädtischer Sicht hinsichtlich ihrer Standorte optimierte Sportstätten. Diese werden konsequent an die zunehmend zentrale, schulische Infrastruktur gebunden. Auch nicht-städtische Infrastrukturen und Bewegungsgelegenheiten werden in die Sportentwicklung integriert. Grundlage der Erschließung langfristiger Potentiale ist die professionelle Arbeit – und vor allem Zusammenarbeit – der Akteure in Minden.
Sport wird aktiv gestaltet.
Zur aktiven Sportentwicklung gehört, möglichst viele Menschen zum Sport und zur Mitarbeit zu motivieren sowie die in unserer Stadt vorhandenen Ressourcen gezielt einzusetzen. Daher legen alle Akteure gemeinsam und aus gesamtstädtischer Perspektive heraus transparente Ziele fest, deren Operationalisierung eine zentrale Aufgabe der städtischen Sportpolitik ist. Die Umsetzung der Ziele im Alltag ist Aufgabe Vieler – vor allem der Vereine. Um dieses Zusammenspiel sicherzustellen, begegnen sich alle Akteure mit Respekt und Vertrauen, legen einander Rechenschaft ab und sind bereit, voneinander zu lernen.

Fazit

Das Teilprojekt wurde im Rahmen des Modellprojektes Integrative Stadtentwicklung Bildung und Sport im Forschungsfeld Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) „Sportstätten und Stadtentwicklung“ durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gefördert.

Der methodische Ansatz des Szenario-Managements™ stellt eine innovative und qualitative Weiterentwicklung der bisherigen richtwert- und verhaltensbezogenen Methoden der Sportentwicklungsplanung und der Stadtentwicklung insgesamt dar. Ein wesentlicher Vorteil des Szenario-Managements™ liegt in der Möglichkeit, die tatsächliche Entwicklung mit den erarbeiteten Szenarioumfeldern und Strategieszenarien kontinuierlich und systematisch vergleichen zu können und mittels der erarbeiteten Strategieszenarien frühzeitig über strategische Entscheidungsalternativen zu verfügen. Diese wiederum erlauben ein rechtzeitiges strategisches Agieren und beschleunigen die komplexen öffentlich-politischen Entscheidungsprozesse.

Die Sportentwicklungsplanung der Stadt Minden ist von Beginn an beteiligungsorientiert und integrativ angelegt. An der Steuerungsgruppe waren Vertreter/innen des organisierten Sports (Vereine, Fachverbände) unter Einbeziehung des Stadtsportverbandes sowie des Kreissportbundes, sozialer und politischer Gruppen und Parteien sowie verschiedener Fachverwaltungen (Sport, Bildung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Jugendamt, usw.) beteiligt.

Das Umfeld- und das Strategieteam sind bewusst um Multiplikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Schule und Weiterbildungsträger, Politik erweitert worden, um neben den Vertreter/innen des organisierten Sports und Vertreter/innen der Fachverwaltungen Sport, Bildung, Jugend und Stadtentwicklung eine möglichst breite Perspektive zu gewinnen.

Im Ergebnis haben sich sowohl der beteiligungsorientierte Ansatz als auch die breite, ganzheitliche Beteiligung verschiedener fachlicher Disziplinen bewährt, wofür auch die einstimmigen Empfehlungen und Beschlusslagen in den verschiedenen Gruppen und Gremien sprechen.

 Die Zukunft des Zahlungsverkehrs im SEPA-Raum

Am 1. Januar 2008 wurde mit SEPA, der Single Euro Payment Area, ein einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum eingeführt. Bei SEPA wird nicht mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen unterschieden. So ist es möglich Eurozahlungen mit einheitlichen Zahlungsinstrumenten zu tätigen. Auch wenn heute mit SEPA vor allem operative Fragen verbunden werden, so denken innovative Händler und Dienstleister längst über die Einführungsphase hinaus: Welche Konsequenzen hat SEPA für das deutsche Lastschriftverfahren? Wie wird sich die Wertkette verändern – und welche Akteure werden in der Zukunft dominieren? Wie aktiv wird der Handel auf die Veränderungen reagieren?

Das EHI Retail Institute hat sich auf Grund dieser vielfältigen Fragestellungen in einem Szenarioprojekt mit den zukünftigen Entwicklungen des europäischen Zahlungsverkehrsraums auseinander gesetzt. Dabei wurde bewusst ein sehr heterogenes Szenarioteam zusammengestellt, dem neben Handelsunternehmen wie Metro, Plus, Obi und dm auch führende Dienstleister wie Mastercard, Visa und easycash angehörten. Unterstützt und methodisch begleitet wurde die Szenarioentwicklung von der ScMI AG, die vorab bereits zur Zukunft der Handelskommunikation mit dem EHI zusammengearbeitet hat.

 

Die Ergebnisse des Projektes wurden im Mai 2008 auf dem EHI-Kartenkongress – der größten Fachveranstaltung für Zahlungsmedien in Europa - den rund 500 Teilnehmern vorgestellt. Dazu spannten Marco Atzberger (EHI Retail Institute), Detlev Anders (Strauss Innovation) und Katrin Schweisfurth (dm-drogerie markt GmbH & Co.KG) einen Bogen von Banken- zu Handelsgetriebenen Zukunftsbildern und ließen auch eher unwahrscheinliche Entwicklungen wie eine Rückkehr zum Bargeld nicht außer Acht. Dr. Alexander Fink von der ScMI AG ergänzte die Diskussion inhaltlich mit den entwickelten Szenarien und einer „Landkarte der Zukunft“, in der insgesamt acht Zukunftsbilder miteinander verknüpft wurden.

 

Bei weiterem Interesse an der Methodik des Szenario-Management™ sowie am Vorgehen im Projekt können Sie sich an uns wenden.

Die Zukunft des Nutzfahrzeug-Marktes

Der Markt für Nutzfahrzeuge ist ein Gewinner des Globalisierungsprozess. Gleichzeitig ist die Branche stark von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Die noch vor kurzem gehandelten Wachstumsraten – insbesondere für Indien, China und Osteuropa – wurden durch aktuelle Markteinbrüche abgelöst. Gleichzeitig nimmt der Konsolidierungsprozess im Speditions- und Transportgewerbe der entwickelten Regionen deutlich zu.

Der Lebenszyklus einer Fahrzeuggeneration im Nutzfahrzeugbereich erstreckt sich heute über einen Zeitraum von etwa zehn bis fünfzehn Jahren. Während dieses Zeitraumes bleibt das grundlegende Fahrzeugkonzept erhalten. Dies macht es notwendig, bei der strategischen Ausrichtung und in der Produktplanung bereits Einsatzbedingungen, Kundenanforderungen und Marktentwicklungen über einen längeren Zeitraum vorauszudenken.

 

Im Rahmen des Initiativkreises Forschung und Innovation der IHK Heilbronn-Franken wurde angeregt, ein Szenarioprojekt für die Nutzfahrzeugbranche durchzuführen. Daraufhin haben sich sechs namhafte Unternehmen – KS Kolbenschmidt, MAN Nutzfahrzeuge, Knorr-Bremse, ZF Friedrichshafen, Robert Bosch und MAGNA Powertrain – zusammengefunden und ein Gemeinschaftsprojekt gestartet. Dabei wurden Gesamtszenarien für den Nutzfahrzeugmarkt sowie Teilszenarien für die Bereiche LKW und Bus erarbeitet, bewertet und miteinander verknüpft.

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