Anbieter versuchen oft erfolglos, überforderte ITS in die technologieaverse, innovationsträge Gesellschaft zu bringen – Potential für Nischenprodukte besteht: Die Gesellschaft ist allgemein nicht offen für technische Neuerungen und von geringer Innovationsdynamik geprägt. Einige kleine Anbieter versuchen, das geringe Marktpotential in den wenigen doch vorhandenen Nischen zu erschließen. Hier hinkt die Branche jedoch in den meisten Fällen den Anforderungen des Marktes hinterher. Teilweise wird dadurch auch der Nutzen von ITS einfach nicht erkannt. Die Entwicklung läuft reaktiv den Anforderungen hinterher. Obwohl – oder gerade weil er sein Augenmerk auf das Thema der Ressourcen legt – hält sich der Staat komplett aus dem ITS-Bereich heraus.

Wenige, teils laienhafte ITS-Anbieter schaffen weder signifikante Nachfrage noch staatliches Interesse am ITS-Thema: Die Gesellschaft ist technologieavers. Weder privat noch geschäftlich werden (gerne) technische Neuerungen eingesetzt. Der Markt von ITS ist unattraktiv und bietet kaum Potential. Folgerichtig wird die Branche von vielen kleinen Anbietern geprägt, die sehr individuelle (isolierte) ITS inhouse entwickeln. Da der Daten- und Informationsaustausch unter den Systemen nicht gewährleistet werden kann, bleiben die einzelnen ITS isoliert. Obwohl – oder gerade weil er sein Augenmerk auf das Thema der Ressourcen legt – hält sich der Staat komplett aus dem ITS-Bereich heraus.

Flucht in innovative Branchennischen – oligopolistische Koexistenz großer Anbieter bei geringem Marktvolumen: Die Gesellschaft ist in geringem Maße für neue Technologien zu begeistern, allein ITS-Anbieter treiben Innovationen voran. Die hohe Individualität bei der Entwicklung von einzelnen Lösungen verhindert die Standardisierung und macht den Einsatz von ITS im privaten Haushalt unattraktiv. Die vornehmlich industriellen Kunden wägen Nutzen von ITS gegen Sicherheit ab. Lediglich große Anbieter können den regulatorischen Anforderungen des Staates gerecht werden. Da der Schutz des geistigen Eigentums nicht gelingt, ist die Kooperationsbereitschaft unter den Anbietern gering. Diese spezialisieren sich mit ihrer Entwicklung auf einzelne Systeme oder Teilsysteme.

Umfassende Kooperation zur kundenindividuellen Bedienung staatlich regulierter Branchennischen – Kernherausforderung ist Zuverlässigkeit der komplexen ITS: Die Gesellschaft steht der Entwicklung von ITS grundsätzlich offen gegenüber. Zentrales Thema ist jedoch die Sicherheit, der sich auch der Staat mit hohen regulatorischen Auflagen annimmt. Das Marktvolumen ist daher begrenzt und fokussiert auf innovative Unternehmen, die diese Anforderungen erfüllen können. Die Ansprüche an ITS sind ausgesprochen hoch, sodass sich ihre Anwendung vielfach auf innovative Branchennischen beschränkt. In vielen Fällen gelingt es ITS traditionelle Systeme abzulösen.

Technische Raffinesse überzeugt Innovationsgesellschaft – Preis, Rationalisierung und Effizienz sind nebensächlich: Die Innovationsgesellschaft fordert neue Technologien und damit ITS. Der höchst attraktive Markt ermöglicht vielen Anbietern vom Wachstum zu partizipieren und immer neue ITS für zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Kaufentscheidung wird unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten getroffen. Die Vernetzung der Systeme führt zu einem notwendigen Grad an Standardisierung, dabei ist der Einfluss der Consumer Elektronik hoch. Im Vordergrund steht jedoch die Erfüllung der komplexen Anforderungen und weniger Effizienz-Kriterien (flankiert durch eine hohe Ressourcenverfügbarkeit). Der Staat greift primär regulierend ein und leistet teilweise Anschubfinanzierungen.

Viele Anbieter im Wettbewerb um staatlich geförderten, attraktiven Markt in technologieaffiner Gesellschaft: Die Gesellschaft ist an neuen Lösungen interessiert und steht der Entwicklung von ITS offen gegenüber. Sowohl die privaten als auch industriellen Kunden bringen ITS eine hohe Akzeptanz entgegen, weil die Nutzenversprechen erfüllt werden. Da viele Anbieter von dem attraktiven Markt partizipieren wollen, ist die Wettbewerbsintensität hoch und die Kosten sind das kaufentscheidende Kriterium. Die Anwendungsbreite von ITS ist ausgesprochen hoch und führt zu einer zunehmenden Durchdringung im Alltag. Der Staat bietet zusätzliche Anreize durch Förderungen und Sicherung des geistigen Eigentums.

Attraktiver Markt für Anbieter, die den Anforderungen an Vernetzung und branchenübergreifende Standardisierung gerecht werden: Die Innovationsdynamik im ITS-Umfeld ist überdurchschnittlich hoch. Besonders im industriellen Umfeld wird neue Technologie – und damit ITS – akzeptiert. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, besteht ein Druck zur Standardisierung der Systeme. Dadurch finden ITS eine breite Anwendung bei hoher Benutzungsfreundlichkeit. Die Kaufentscheidung ist geprägt von einem effizienten Umgang mit Ressourcen und vom Preis-Leistung-Verhältnis. Der Staat fördert die Entwicklung von ITS und garantiert regional den Schutz geistigen Eigentums.

Staatliche Förderung für Anbieter, die Technologie in breitem Umfang ins häusliche Umfeld bringen: Die Gesellschaft ist eher von geringer Innovationsdynamik geprägt. ITS werden dort nachgefragt, wo sie traditionelle Aufgaben (im Haushalt) erfolgreich und effizient lösen können. Die Anbieter entwickeln kostengünstige (Teil-)Systeme, die sie in Stückzahl verkaufen können und von technikaffinen Kunden „konsumiert“ werden. Für industrielle Einsatzzwecke werden ITS nur selten angewendet. Aufgrund ihrer guten Benutzungsfreundlichkeit finden ITS die notwendige breite Akzeptanz. Der Staat fokussiert dabei auf regulierende Maßnahmen und Anschubfinanzierungen.

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