ScMI-Szenarien auf den Zukunftstagen Lebensmittel

Neue Wege denken – Zukunft gestalten. Dies war der Leitgedanke der „Zukunftstage Lebensmittel“ in Kulmbach. Vorgestellt wurden dort auch die gemeinsam mit der ScMI AG entwickelten Szenarien zur Zukunft der Ernährungswirtschaft.

 


Zunächst hob der Bayerische Ernährungsminister Helmut Brunner Kulmbach als idealen Ort hervor, um eine Veranstaltung wie die „Zukunftstage Lebensmittel“ durchzuführen: In Kulmbach ist neben dem KErn und dem Cluster Ernährung nicht nur seit August 2017 die Genussakademie Bayern verortet, die Stadt hat eine alte und äußerst lebendige Tradition des Ernährungshandwerks im Brau-, Bäcker- und Fleischerhandwerk. Anschließend stellte Dr. Volker Ebert von der AFC Consulting Group den eigens für die Zukunftstage erstellten Branchenreport Ernährungswirtschaft Bayern für 2017 vor. Demnach wurden mit  Nahrungsmitteln in Bayern 2016 24,2 Milliarden Umsatz gemacht, mit Getränken noch einmal 3,7 Milliarden.


Das Kernstück der Veranstaltung stellte Dr. Alexander Fink vor: die acht eigens für die Zukunftstage Lebensmittel entwickelten Szenarien. Er betonte, dass es nicht „die eine“ Zukunft gibt, weswegen Prognosen auch so häufig danebenlägen. Das Ziel von Szenarien hingegen ist es, über Zukunft nachzudenken, ohne sie vorhersagen zu wollen – oder vielmehr, über mögliche Zukünfte nachzudenken. Dabei bildet ein Satz von Szenarien, wie sie für die Zukunftstage entwickelt wurden, eine Landkarte der möglichen Zukünfte.


Für die Entwicklung des eigenen Unternehmens geht es nicht darum, das „richtige“ zu finden, sondern mit Komplexität umzugehen. Die Szenarien dienen dabei sozusagen als Testumgebung: „Was bedeutet welches Szenario für das eigene Unternehmen?“ „Wenn das die Zukunft ist, welche Weichen sollten jetzt dafür gestellt werden?“ Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, kann der Fokus auf einem Szenario und den darunterliegenden Schlüsselfaktoren liegen oder es können mehrere als Möglichkeit im Blick behalten werden. Um es mit den Worten von Alexander Fink auf den Punkt zu bringen: „Die Zukunft darf uns überraschen – aber sie soll uns nicht überrumpeln.“


Nach der Vorstellung der Szenarien-Landschaft konnten die rund hundert Teilnehmenden der Zukunftstage via Smartphone zu verschiedenen Fragen ihre Meinung abgeben, um herauszufinden, welches Szenario die Mehrheit für die Zukunft erwartet: Am ehesten Szenario 5 (Global&Fair-Szenario), 3 (Digitalisierungs-Szenario) sowie 4 (Export-Szenario). Alle drei Szenarien stehen für eine breite Innovation mit disruptiver Digitalisierung. Nach persönlichen Wunschszenarien befragt, fiel die Wahl der meisten Referenten auf das „Regionale Vielfalts-Szenario“ oder das „Global&Fair-Szenario“.
Bei der Podiumsdiskussion konnten die Teilnehmenden per Live-Chat ihre Fragen stellen. Rede und Antwort standen neben Dr. Alexander Fink Prof. Franz-Theo Gottwald von der Schweisfurth-Stiftung, Stephan Becker-Sonnenschein von BESO & Partner, Heike Zeller als Expertin für Regionalität und Landwirtschaftskommunikation sowie Rüdiger Strobel von der Landmetzgerei Strobel. Alle Referenten waren an der Entwicklung der Szenarien beteiligt.


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