Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz im Handel 2030

Künstliche Intelligenz ist einer der wichtigsten Zukunftstrends, auch im Handel. Eine flächendeckende Verbreitung von KI-Anwendungen lässt sich im deutschen Handel aktuell zwar noch nicht feststellen, aber die Nutzung der neuen Technologie steigt. Doch wie wird die Entwicklung und Verbreitung von KI zukünftig aussehen? Dieser Frage widmet sich die aktuelle Szenariostudie des EHI Retail Institute.

In einem interdisziplinären Expertenteam aus Handelsunternehmen und Technologie-Dienstleistern wurden in Präsenz- und Online-Workshops insgesamt acht Szenarien entwickelt, die verschiedene Ausprägungen von KI im Handel skizzieren. So gibt es heute bereits Unternehmen wie Amazon, die sich intensiv mit KI beschäftigen und damit großen Erfolg haben. Doch viele Unternehmen sind derzeit noch vom Umgang mit KI überfordert oder erkennen den Nutzen nicht. Diesen Zustand der Polarisierung beschreibt das Szenario #2. Dem steht mit dem Szenario #5 eine mögliche Entwicklung gegenüber, in der sich auch stationäre Händler auf die neue Entwicklung einlassen und KI die Kreativität des Handels nachhaltig unterstützt.

 


Vorstellbar ist ferner, dass die Bedenken gegenüber KI – Stichworte sind Wirtschaftlichkeit oder Datenschutz – zu groß sind, sodass sich KI nur gebremst und „im Verborgenen“ entwickeln kann. Daher überlässt der Handel die technologische Entwicklung anderen Akteuren, z.B. Plattform-Betreibern wie Ebay, und konzentriert sich in den Szenarien #3 und #6 auf die Optimierung von Hintergrundprozessen, die für die Kundschaft unsichtbar sind.


Im Rahmen einer Befragung unter den beteiligten Experten wurde deutlich, dass langfristig eine durch KI ausgelöste Disruption im Handel erwartet wird – getrieben durch leistungsstarke autarke und selbstoptimierende Systeme. Diese Entwicklung kann durch den Handel aktiv gestaltet werden. So entwirft das Szenario #7 ein Zukunftsbild, in dem der Online-geprägte Handel auf Basis einer breiten Datennutzung eine starke Position im KI-Wettbewerb einnimmt. Noch weiter geht schließlich das Szenario #8, in dem die Kundschaft ihre Einkäufe über eigene KI-Systeme steuert, während sich der Handel mit neuen Geschäftsmodellen quasi neu erfinden muss. Insgesamt, so resümiert Marco Atzberger, EHI-Geschäftsleitung, wird es "für Handelsunternehmen erfolgsentscheidend sein, sich aktiv mit der Technologie auseinanderzusetzen, um sich im Entwicklungsprozess nicht von anderen Branchen abhängen zu lassen."


Die vollständigen Ergebnisse der Szenariostudie „Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz im Handel 2030“ sind in Kürze als kostenloser Download im EHI-Shop verfügbar.

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